Als Dunross in die Halle trat, begrüßte Chuen ihn mit den Worten: "Ich bin jetzt ganz sicher, dass deine Schiffe sicher ankommen werden". "Wieso?" fragte Dunross, in Gedanken noch ganz bei dem Gespräch, dass er vor wenigen Minuten mit dem chinesischen Leiter seiner Niederlassung geführt hatte. "Ich war heute in Kirche und hab gebetet zu der Jungfrau und habe Kerze gezündet", erklärte Chuen stolz. Obwohl Dunross alles andere war als ein gläubiger Christ und sich momentan nicht daran erinnern konnte, wann er zuletzt eine Kirche von innen gesehen hatte, zuckte er bei dieser Verletzung der heiligen Sakramente durch unwillkürlich zusammen.
When Dunross entered the hallway he was greeted by Chuen with the words: "now I am really sure that you ships will come safely". "Why?" Dunross asked, still thinking of the conversation he just had with the Chinese head of his branch office. "I have been in church and have prayed to virgin and have burned candle" Chuen declared proudly. Although Dunross was no faithful Christian and could actually not remember when he had seen a church from the inside he winced instinctively facing this violation of the holy sacrament.
 
Mao Tse-Tung
In revolutionary collectives liberalism is utmost harmful. It is a caustic that coorodes unity, slacks team spirit and creates passiveness in work attitude and disputes.
Mao Tse-Tung
 
"Du bist keine Christin", hob er an, "du kannst nicht in die Kirche gehen und schon gar nicht zur Jungfrau beten. Das ist gotteslästerlich". "So?", gab sie ihm zurück. Die Christen waren aber auch so merkwürdig mit ihrem komischen Gott. Sie hatten Angst vor ihm und zugleich handelten sie ständig gegen seine Gebote, hatten ein schlechtes Gewissen und mussten Buße tun. Als Chinese hat man es da doch viel praktischer, dachte Sie bei sich. Man ist für sich selbst verantwortlich und die Götter sind dafür da, einem zu helfen. Wenn man die Hilfe der Götter benötigt, dann geht man in den Tempel der Gottheit, die einem am besten helfen kann, kauft ein Opfer - meistens Räucherwerk oder Papiergeld, auf das man seinen Namen und seinen Wunsch schreibt, damit er die Götter auch sicher erreicht.
"You are no Christian", he began, "you cannot go to church and especially not pray to the virgin. That's blasphemous". "Is it?" she answered. The Christians had strange habits with their funny god. They feared him and at the same time offended his laws, had a guilty conscience and were compelled to punish themselves. As a Chinese this is much more practical, she thought for herself. You are responsible for yourself and the gods are there to help you. If you need the help of a god, you go to the temple of the god that is best suited to help you and buy an offering - incense or paper money where you write your name and your wish so that the god will know what to do.
 
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Dann verbrennt man die Opfer, so dass die Götter nun zur Hilfe verpflichtet sind. Hat man einen großen Wunsch, dann gibt man den Mönchen Geld oder stiftet eine neue Buddhafigur, damit die Mönche für einen beten. So hatte man selbst Zeit für wichtigere Dinge und die Mönche haben ein Auskommen. Geht der Wunsch in Erfüllung, dann kommt man zurück und gibt ein weiteres Opfer, um sich bei den Göttern zu bedanken. So kann man am Reichtum eines Tempels auch zugleich erkennen, wie hilfsbereit seine Götter sind.
Then you burn the offering and now the gods are obliged to help you. If it is a large wish you give money to the monks or donate a new Buddha statue and the monks will pray for you. So you save your time for the things more important and the monks have a living. If the wish is fulfilled you come back and give another offering. From the wealth of a temple you can see how helpful its gods are.
 
Und natürlich war Chuen, nachdem sie die Kerze in der Kirche angezündet hatte, anschließend auch in den Haupttempel der Stadt gegangen und hatte dort die entsprechenden Vorkehrungen getroffen. Bei so einem wichtigen Anliegen verlässt man sich doch natürlich nicht nur auf einen Gott, sondern versichert sich der Beihilfe möglichst vieler. Die Götter würden sich schon untereinander einig werden. Es ist einfach viel praktischer so - jeder weiß, woran er ist und alle sind zufrieden.

"Wer sagt ich nicht kann", gab sie schnippisch zurück, "hat nicht Christengott gesagt, das Schäflein zu ihm kommen sollen?" "Das verstehst du nicht", grollte er. "Du auch nicht, dachte sie".
And of course Chuen had been to the cities main temple after lighting the candle in the church and had taken the measures necessary. For a matter of this importance you do not rely on one god alone but assure the cooperation of as many as possible. The gods would sort the thing out themselves.

It is much more practical this way - everybody knows his tasks and everybody is happy.

"Who says I not can", she answered saucily, "has not Christian god told the lambs to come to him?" "You don't understand" he grumbled. "You too", she thought.